Schnittstellen

Audio-Visuals mit Streichquartett und Live-Zeichnen

In Zusammenarbeit mit Tine Voecks (Zeichnung/ Overhead-Projektion, Hildesheim)

Aufführungen in Hildesheim (CityKirche St. Jakobi, Domäne Marienburg)

Minimale Musik und maximale Projektionen. Handgemachte Musik tritt in Dialog mit gezeichneten Visuals. Den Trendcomputergenerierter Grafik bei Elekronik-Konzerten aufgreifend, verbindet Quartett PLUS 1 Musik und Bild in eigenwilliger Weise. Hier trifft die jahrhundertealte Tradition des Streichquartetts auf die wohl älteste Form bildnerischen Ausdrucks: die  Zeichnung.

Weiß gekleidet sitzt das Streichquartett vor einer Leinwand und gibt durch Minimal-Kompositionen klangliche Strukturen vor. Diese finden ihre Entsprechung und Counterparts in den abstrakten Formen, Linien und Farben, die die bildende Künstlerin Tine Voecks am Overheadprojektor mittels Folienstift, Honig, Pinsel und Beize entstehen lässt. Die Musikerinnen verschmelzen mit der Projektionsfläche, werden selbst Teil der bewegten Bilder und raumgreifenden Formen. Bild und Ton werden zu einer neuen Einheit verwoben – mit minimalem technischem Aufwand. Arbeitsgeräusche von Farbwalze und Spachtel offenbaren dem Publikum den Werkstatt-und Laborcharakter dieses intermedialen Experiments.

Neben Werken von Philip Glass und Arvo Pärt erklingen „Les Moutons de Panurge“ von Frederic Rzewski – das wegen seiner besonderen Verbindung von Simplizität und Humor zu den Pionierarbeiten der amerikanischen Minimal Music zählt – und eine Streichquartett-Bearbeitung des Hits „Das Model“ der deutschen Elektro-Pop-Gruppe Kraftwerk.
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Pressestimmen

„Seit September existiert das Quartett. Umso erstaunlicher die hohe Sicherheit in Repertoire-Auswahl und Konzentration. Das Zusammenspiel mit Voecks Overhead-Projektionen ist glücklich. Die Autonomie beider Medien bleibt erhalten und bereichert sich“ (Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 01.02.06)